Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Erstes künstliches Lebewesen erschaffen!

Der amerikanische Biochemiker Craig Venter, war bereits maßgeblich an der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms beteiligt und gilt als derjenige Wissenschaftler, der im Jahre 2000 als Erster die Komplette menschliche DNA entzifferte. 2005 gründete er mit seinem Forschungsteam die Firma Synthetic Genomics Inc., deren Ziel die Erschaffung des ersten künstlichen Mikroorganismus war. Bereits zwei Jahre später gelang es ihm, erstmals das Erbgut einer Bakterie komplett synthetisch herzustellen. Da die Gene aber um zu leben und sich zu Vermehrung eine schützende Hülle und Zytoplasma brauchen, konnte er den Erfolg seiner Arbeit nicht beweisen. Diesen Beweis zu erbringen ist ihm jetzt gelungen. Er implizierte den künstlich nachgebauten Gensatz der Bakterie Mycoplasma mycoides in ein anderes Bakterium (Mycoplasma capricolum) dessen eigene DNA er zuvor entfernt hatte. Die künstlichen Gene übernahmen die Kontrolle der Zelle.

Damit wurde die Möglichkeit eröffnet, Lebewesen mit bestimmten, wünschenswerten Eigenschaften zu kreieren.

Natürlich gibt es auch Kritiker des Experimentes. Die Organisation Testbiotech warnt davor, dass wir die Auswirkung der Verbreitung künstlicher Gene nicht abschätzen können. Sie verlangen, dass Firmen die in dem Bereich experimentieren erfasst und ihre Sicherheitsparameter geprüft werden sollen. Doch Craig Venter kontert:

Dies ist ein sehr machtvolles Instrument, um die Biologie nach unseren Wünschen neu zu formen„. Und tatsächlich, Anwendungsmöglichkeiten gäbe es genug. So könnten Bakterien zur Erzeugung von Bio-Kraftstoffen oder zum Einsatz gegen Umweltverschmutzung gestaltet werden. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Das Elektroauto auf der Weltwasserstoffkonferenz

Am Montag fand die 18. Weltwasserstoffkonferenz in Essen statt. Eines der Hauptthemen war die Nutzung des Wasserstoffes für emissionsfreie Fahrzeuge.

Eine Million Elektromobile bis 2020; das ist das ehrgeizige Ziel von Kanzlerin Merkel. Für Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet, hat die Regierung auch bereits 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Fachleute schätzen die zu erwartende Zahl in den nächsten zehn Jahren bereits auf 1,5 Millionen. Aber noch ist es nicht so weit. Batteriebetriebene Fahrzeuge sind praktisch für Kurzstrecken; während Wasserstoffautos mit Brennstoffzelle sich mehr für längere Strecken eignen. Perfekt sind beide Modelle noch nicht. Deshalb setzen viele Firmen auf Hybridautos.

Bis 2015 hoffen die Ingenieure von Daimler einen solchen Antrieb, mit einer Kombination aus Wasserstoff-Brennstoffzelle und Batterien, serienreif zu haben. Allerdings muss bis dahin auch flächendeckend eine ausreichende Tankstellen-Infrastruktur geschaffen werden. Aktuell wird Wasserstoff erst an 30 Tankstellen angeboten. Bis zum Jahre 2015 müssten es 3000 sein. Da die Kosten bis zu 3 Mrd. Euro betragen, hofft die Industrie auch hierbei auf die Hilfe des Bundes. Die Hilfe der Landesregierung des Konferenz-Gastgeberlandes NRW ist ihnen jedenfalls sicher. Die amtierende Regierung hat die Entwicklung stärkerer Brennstoffzellen zu einem der wichtigsten Ziele ihrer Energieforschung gemacht.

Weltwasserstoffkonferenz in Essen eröffnet

Am Montag ist die 18. Weltwasserstoffkonferenz in Essen eröffnet worden. Hier werden bis Freitag ca. 1500 Wissenschaftler aus aller Welt die Möglichkeiten von Wasserstoff als Energieträger näher erläutern und die Chancen zur Markteinführung insbesondere im Straßenverkehr diskutieren. Als Vorreiter in dem neuen Energiezeitalter möchte laut Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Nordrhein-Westfalen gelten. Die in diesem Bundesland produzierten Industriewasserstoff sollen somit circa 260.000 Autos und 6.000 Busse betrieben werden. Es wird auch beraten, Wasserstoff aus regenerativen Quellen zu erzeugen. Die Konferenz in diesem Jahr ist auch Bestandteil des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR 2010.

Die Weltwasserstoffkonferenz ist immer im Turnus von zwei Jahren an wechselnden Standorten auf der ganzen Welt. Zulassung haben nur Fachbesucher aus der Energiebranche. Die behandelten Sektoren behinhalten: Politische Perspektiven, Initiativen und Kooperationen, Wasserstoffproduktionstechnologien, stationäre und mobile Anwendungen sowie Sicherheitsaspekte.Die letzte Weltwasserstoffkonferenz war 2008 im australischen Brisbane und die nächste wird im Jahr 2012 in Calgary (Kanada) erfolgen.

Wir sind den Affen ähnlicher, als wir denken

Wissenschaftler des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Freien Universität Berlin und der britischen Universität Portsmouth berichteten gegenüber der Zeitschrift „Primates“, dass die Bonobo-Menschenaffen uns genauso ähneln, wie auch die Schmipansen. Bei vielen Beobachtungen in mehreren Tierparks wurde gesehen, dass die Bonopo-Mütter ihre Zöglinge mit Kopfschütteln davon abhielten, etwas unbedachten zu unternehmen. Diese Geesten waren immer wieder dann zu beobachten, wenn die kleinen Bonopo-Äffchen etwas taten, wo wir Menschen zu unseren Kindern „Nein“ sagen würden. Es wurde aber auch festgestellt, dass Bonopos toleranter und kooperativer sind, als andere Menschenaffen (Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans). Bonopos Verständigung ist gegenüber allen anderen Affen vielseitiger und bei dieser Affenrasse ist es sogar möglich, dass die Weibchen Führungsrollen übernehmen.

Solch süße Äffchen beweisen uns aber auch noch etwas anderes, wenn sie uns so ähneln. Frauen sind nicht nur für die mütterlichen Aufgaben und so weiter zuständig, sondern können auch noch mehr.

Bienen sollen die Luftqualität testen

Das Bienen, aufgrund ihres sprichwörtlichen Fleißes bei der Bestäubung unserer Pflanzen, für uns unverzichtbar sind, wissen Alle. Das sie nebenbei noch süßen Honig produzieren, hat sie zudem auch sehr beliebt gemacht. Jetzt helfen sie herauszufinden, wie sauber die Luft im Raum des Hamburger Flughafens ist. Sechs Bienenvölker werden einen Sommer lang auf und um das Gelände des Flughafens auf Pollensuche gehen. Der von ihnen daraus produzierte Honig wird dann im Labor auf Schadstoffe untersucht. Da Pflanzen Schadstoffe aus der Luft aufnehmen und diese auch in den Pollen gelagert werden, können Schadstoffe, wenn vorhanden, auch im Honig nachgewiesen werden. 1999 wurde schon einmal ein solcher Test in Hamburg durchgeführt. Damals war der Honig unbelastet und ein ähnliches Ergebnis wünschen sich die Hamburger jetzt auch.